MINT-EC-Siemens-Contest

MINT-Wettbewerbe trotz Corona? Das geht! Am 13. Oktober erschien auf diesem Blog ein Beitrag, in welchem der MINT-EC-Siemens-Contest beworben wurde. Ziel dieses Wettbewerbes ist es, eine digitale Uhr zu bauen. Diese muss zuerst zusammengelötet werden. Anschließend wird es etwas kreativer, da noch ein Gehäuse entworfen werden muss. Dieses wird zum Schluss 3D-gedruckt. Da wir drei an diesem Wettbewerb teilgenommen haben, möchten wir euch im Folgenden den Ablauf vorstellen.

Los ging der Wettbewerb Mitte November mit einem kleinen Brief, der per Post an alle Teilnehmer versendet wurde. Neben etwas Infomaterial befand sich dort auch schon das Elektronik-Set drin. Die Teile dafür waren unter anderem ein ESP-8266 als Prozessor, eine 24×8-Matrix als Display, ein Temperatur-/Luftfeuchtesensor und ein Summer.

Post von Siemens
Uhren-Set vor dem Zusammenbau

Nachdem alle Ihr Set erhalten hatten, erfolgte erstmal eine Videokonferenz, in welcher der Aufbau erklärt wurde. Mithilfe der zusätzlichen Videos war das Löten aber nicht besonders anspruchsvoll (vorausgesetzt man besaß einen Lötkolben). Wenn trotzdem Fragen aufkamen, konnte diese in weiteren Videokonferenzen geklärt werden. Das Team von Siemens war dabei sehr engagiert, so dass auch alle am Ende eine zusammengebaute Uhr in den Händen halten konnten. Damit das Gerät nun auch die Uhrzeit anzeigen kann, musste noch eine Software installiert werden. Über die Arduino-Umgebung ließ sich diese auch nach eigenen Wünschen anpassen. So war es z.B. auch möglich, die Uhr in eine Wlan-fähige Wetterstation umzuwandeln. Das Ergebnis sah dann folgendermaßen aus:

Nun kam der kreative Teil. Die Uhr brauchte natürlich noch ein Gehäuse. Dafür konnte die CAD-Software Tinkercad (https://www.tinkercad.com/) verwendet werden. Auch für diesen Schritt gab es wieder ein virtuelles Treffen, in welchem das nötige Wissen vermittelt wurde. Aber auch andere Programme waren erlaubt. Wir haben beispielsweise Shapr3D, SolidEdge und FreeCad benutzt. In Fabians Hand-Modell kamen zudem noch die Programme MakeHuman und Blender zum Einsatz. Das Praktische an CAD-Programmen ist, dass man schon im Vorhinein ganz genau sehen kann, wie die fertige Uhr später aussehen wird. Dementsprechend kann man schon vor dem Druck ausprobieren, wie verschiedene Entwürfe wirken.

Uhr nach dem Zusammenbau
Dank CAD-Software, weiß man schon vor dem Druck, wie das Ergebnis aussehen wird.

Nachdem über die Weihnachtsferien alle Gehäuse konstruiert und per Mail eingesendet worden waren, wurden Anfang Februar die frisch gedruckten Gehäuse verschickt. Nun war natürlich die Spannung groß, ob auch alles zusammenpasst und das Gehäuse so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat.

erneut Post von Siemens
der Inhalt des Pakets

Wie sich aus dem Namen entnehmen lässt, kann man bei einem „Contest“ natürlich auch etwas gewinnen (ein „Technik-Gadget“ – was auch immer das sein mag). Bewertungsgrundlage dafür ist das Design der Uhr. Dafür durfte jeder drei Bilder oder ein kurzes Video einreichen. Die Gewinner werden dann im Rahmen des MINT-EC-Digitalforums am 26. Februar bekanntgegeben.

Und so sahen am Ende unsere fertigen Uhren aus:

Aber unabhängig davon, ob wir mit zu den Gewinnern gehören werden, war der Wettbewerb schon jetzt super interessant und vielfältig. Sowohl die Programmierung als auch das Löten und Konstruieren hat viel Spaß bereitet. Gerade für Schüler, die später im Ingenieursbereich arbeiten möchten, machen solche Wettbewerbe aus unserer Sicht viel Sinn. Wir können aus eigenen Erfahrungen sagen, dass es für z.B. duale Studienplätze sehr hilfreich sein kann, schon im Vorfeld praktische Erfahrungen in solchen Wettbewerben gewonnen zu haben.

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