MINTernational Physik an der Jacobs University

Ende Januar haben fünf Schüler des Gymnasiums Am Kattenberge an einem Workshop der Jacobs University in Bremen teilgenommen. Der Workshop war der Physik gewidmet und behandelte das Thema: „Das Hamiltonsche Prinzip“. Das Programm wurde von Studenten der Jacobs University und des MIT betreut und dauerte eine Woche.

Jährlich finden zwei Workshops zu den Themen Physik und Chemie an der Jacobs University in Bremen statt. Die Workshops sind eine Zusammenarbeit der internationalen Jacobs University und des amerikanischen MIT (Massachusetts Institute of Technology). Dieses Jahr haben fünf Schüler der Oberstufe des GAK am Physik-Workshop teilgenommen.

Am ersten Tag wurden alle Teilnehmer zunächst von den Studenten und zwei Professoren begrüßt. All das lief wie auch der Rest der Woche auf Englisch ab. Nachdem wir einen groben Plan für die Woche bekommen hatten, wurden wir schon in die Workshops aufgeteilt und zu unseren Seminarräumen gebracht. Dort wurde dann auch direkt gestartet – an „Oldschool“ Kreidetafeln.

Das Thema der Woche lautete „das Hamiltonsche Prinzip“ bzw. „das Prinzip der geringsten Wirkung“. Dieses Prinzip besagt, dass es in jedem Vorgang in der Natur eine bestimmte Größe gibt, die entweder maximiert oder minimiert wird.

Bei Licht ist diese Größe die Zeit. So verlaufen die Strahlen beispielsweise in geraden Linien. Auch wenn Licht in ein anderes Medium übergeht, beispielsweise von Luft zu Wasser, so wird es an der Wasseroberfläche gebrochen. Diese Änderung der Richtung des Lichtes folgt ebenfalls diesem Prinzip, sodass jeder Lichtstrahl immer den zeitlich kürzesten Weg zwischen zwei Punkten nimmt. Auch wenn das für mich zunächst sehr abstrakt klang, so ergab es mithilfe von Beispielen Sinn. Wir haben dieses Prinzip jedoch auch auf verschiedene andere Vorgänge angewandt. Beispielsweise haben wir bewiesen, weshalb ein Ball die Flugbahn einer Parabel einnimmt und beispielsweise nicht in Wellen fliegt.

Am Donnerstag haben wir außerdem die Physiklabore der Universität besucht. Wir konnten direkte Einblicke in die Arbeit der Wissenschaftler bekommen. In einem der Labore wurde an einer neuartigen flexiblen Solarzelle gearbeitet. In dem anderen Labor wurde mithilfe von Lasern verschiedene Moleküle untersucht und bestimmt.

Der Workshop hat täglich um 9 Uhr morgens begonnen. Dann haben wir mit kleinen Pausen bis um 13 Uhr gearbeitet. Diese Zeit bestand jedoch keinesfalls nur aus Frontalunterricht. Wir haben experimentiert, eigene Aufgaben bekommen und die Themen teilweise ausgiebig diskutiert. Auch wenn die englische Fachsprache zunächst schwierig war, konnte man sich schnell daran gewöhnen. Bei Unklarheiten wurden die Studenten, die anderen Teilnehmer oder im Notfall Google gefragt. Zum Ende von jedem Tag haben wir gemeinsam mit den Studenten in der Cafeteria der Uni (welche erstaunlich gut war) gegessen und uns über unterschiedliche Themen unterhalten.

Zum Abschluss gab es am Freitag eine Urkundenverleihung. Danach haben wir uns noch mit den Studenten über das Leben an der Uni unterhalten. Alles in allem war der Workshop sehr interessant und aufregend. Und auch wenn die Themen sehr komplex waren und teilweise weit über die Physik in der Schule hinausgingen, so konnte dennoch jeder etwas von dem Workshop mitnehmen. Für andere Schüler kann ich den Workshop nur empfehlen.

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